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Die Thora -wörtlich 'Lehre'- umfaßt die Fünf Bücher Moses 4. Im jüdischen Gottesdienst werden nur handgeschriebene Thorarollen benutzt, die der Schreiber nach sehr strengen Regeln anfertigen muß. Die Vorschriften für die Schreiber haben sich seit dem frühen Mittelalter nicht geändert und sind im Talmud festgelegt. Kein Buchstabe, kein Wort, kein Satz darf ein Thoraschreiber beim Anfertigen der Thora aus dem Gedächtnis schreiben, sondern Buchstabe für Buchstabe muß er die Thorarolle von der Vorlage korrekt abschreiben. Verzierungen des Textes sind in einer Thorarolle nicht erlaubt. Worttrennungen sind ebenso nicht erlaubt und jede Zeile muß genau am Ende der Spalte aufhören. Sollte das unmöglich sein, wird der Buchstabe verlängert,bis er zum Rand reicht. Insgesamt bestehen die Fünf Bücher Mose aus zweihundert Spalten. Für eine vollständige Thorarolle werden 40 Pergamentblätter benötigt. Der Text wird beim Lesen nicht mit dem Finger berührt, sondern man benutzt aus Ehrfurcht vor dem heiligen Namen Gottes (Jahwe) ein Zeigestäbchen. Der Text wird von rechts nach links gelesen.
4: Auf Griechisch heißen die Fünf Bücher Mose 'Pentateuch'. Bereits um 200 v. Chr. ist die hebräische Bibel ins Griechische übersetzt worden (sog. Septuaginta). Die Namen der einzelnen Bücher Mose lauten auf griechisch: Genesis / Exodus / Leviticus / Numeri / Deuteronium. |
| Die Thorarolle besteht aus Pergament (besonders behandeltes Leder). Es darf nur das Leder von Tieren, die nach den jüdischen Speisevorschriften als rein gelten verwendet werden. Das Zusammennähen der einzelnen Pergamentblätter zu einer Schriftrolle ist nur mit der Sehne koscherer, d.h. rituell reiner Tiere, erlaubt (Kuh-sehne). Zum Schreiben wird ein Federkiel von einer Gänse- oder Truthahnfeder verwendet. |
Die Thorarollen werden durch wunderschöne Thoramäntel geschützt und in der Synagoge im sog. Thoraschrein aufbewahrt. Der ausgestellte Thoramantel wurde für eine Synagoge in Jerusalem von einem Herrn Rosenberg gestiftet, wie die hebräische Stickerei verrät. |
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Im alten Israel ein alltägliches Bekleidungsstück, wurde dieses viereckige Tuch aus Wolle, Leinen oder Seide zum Gebetsmantel, der vom Tage der Barmizwa 5 an beim Morgengebet getragen wird. An seinen Enden sind Schaufäden (Zizit) befestigt. Der religiöse Jude wird in seinem Gebetsmantel bestattet, nachdem eine der Zizitquasten abgerissen wurde.
5 Traditionellerweise wird ein Israelit am Sabbat nach seinem 13. Geburtstag 'Barmizwa' = Sohn des Gebotes. Damit wird er ein religiöses mündiges Mitglied der Gemeinschaft und wird erstmals in der Synagoge aufgerufen, um eine Abschnitt aus der Thora vorzulesen. |
Das aus dem Krummhorn eines Widders gefertigte Blasinstrument wird an Rosch Haschana (wörtlich: 'Kopf des Jahres' = jüdischer Neujahrstag) geblasen. Dabei wird die Bußzeit der 'Zehn ersten Tage' eröffnet, die mit Jom Kippur (Tag der Sühne, höchster Feiertag des jüdischen Jahres) endet. Am Ende des Gottesdienstes am Jom Kippur erklingt noch einmal das Schofar.
Das Frühlingsfest (Passahfest) zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten dauert acht Tage. Eingeleitet wird das Passahfest mit einem Festmahl, dem Seder (hebräisch = Ordnung), bei dem die Geschichte der Befreiung der Kinder Israels unter Mose aus der ägyptischen Herrschaft erzählt wird.
| Fotos und Zeichnungen: (c) Qumran- & Bibelausstellung Sylt - dürfen nicht weiterverwendet werden Texte: (c) Alexander Schick - Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung. Jeder Mißbrauch wird strafrechtlich verfolgt. |
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