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Die Bibel im Spiegel versteckt

Wie französische Protestanten ihre Bibel verbargen

 

Hugenottenspiegel aus der Sammlung der Bibelausstellung von Peter Uhlmann

 

 

Der Besitz einer evangelischen Bibel konnte den Tod bedeuten!

 

Seit dem frühen 17. Jahrhundert sind diese sog. „Hugenottenspiegel“ bezeugt. Der Rahmen tritt nach vorne, so dass dahinter ein Hohlraum entsteht, in dem man eine Bibel verstecken kann.

 

Wer waren die Hugenotten?

Es handelt sich dabei um die evangelischen Christen in Frankreich, die seit dem 16. Jahrhundert schwer verfolgt wurden. Bekannt ist die sog. Bartholomäusnacht. Die Ausübung der reformierten Religion wurde durch das Edikt von Fontainebleau (1685) strikt untersagt.

 

Wer von den Protestanten seinen Glauben weiterhin ausübte, musste mit allerschwersten Strafen rechnen: Tod, Galeeren, Gefängnis.

 

Die Bibeln (bzw. Auszüge aus der Bibel) und Psalter mussten daher in verkleinerter Form gedruckt werden (Haarknotenbibel). Die Titelseiten der Bibeln wurden oft herausgerissen, damit die Verfolger das verbotene Buch nicht erkennen konnten.

 

Weitere Bilder zur Funktion eines Hugenottenspiegels -->HIER<--

und --> HIER<-- bei deutschen Hugenottenmuseum