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Die "Täuferbibeln" - Interview mit Dr. Urs Leu in der Zentralbibliothek Zürich

Die Täufer liebten und lieben bis heute die Froschauer Drucke der "Zürcher Bibel". Diese Übersetzung geht zurück auf den Schweizer Reformator Huldreich Zwingli (1484-1531). Bereits im 16. Jahrhundert hatten sich Freunde von Zwingli abgewandt, da er an der Kindertaufe festhielt. Doch einige seiner frühen Mitstreiter widersprachen und praktizierten die Gläubigentaufe. Das führte zu einem Bruch. Zwingli, die Schweizer Kirche und in Deutschland Luther, verfolgten die Täufer, von denen einige den Märtyrertod starben. Viele wanderte aus und nahmen ihre geliebte Froschauer-Bibel mit. Besonders der Druck von 1536 hat bis heute eine große Bedeutung. Dr. Urs Leu von der Zentralbibliothek ist der Täuferexperte Europas und erklärt die Besonderheit dieses Druckes.

 

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