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Vortragsstermine - Multimediavorträge von Alexander Schick

Unterricht Bucerseminar Hamburg / Konstantin Tischendorf & Martin Luther

Zoom-Seminartag / offenes Klassenzimmer27.03.2021

Offener ZOOM-Unterricht am Martin Bucer Seminar
mit Alexander Schick (Sylt) (www.bibelausstellung.de)

Samstag, 27. März 2021 – 9:30 Uhr bis 16 Uhr

Anmeldung per e-mail an Titus Vogt


Link -- > Zoom-Seminar

 

 

Seminar 1:

Der Bibeljäger und das Katharinenkloster im Sinai - Konstantin Tischendorf und die abenteuerliche Suche nach dem Urtext des Neuen Testaments
 


Seminar 2:

Gutenberg, Zwingli, Luther & Co - wie die gedruckte deutsche Bibel zu uns kam

 

Der Bibeljäger und das Katharinenkloster im Sinai

Konstantin Tischendorf und die abenteuerliche Suche
nach dem Urtext des Neuen Testaments


Mitte des 19. Jahrhunderts machte der sächsische Bibelforscher Konstantin Tischendorf einen sensationellen Fund. Nach Jahren abenteuerlicher und sehr gefährlicher Forschungsreisen entdeckte er im uralten Katharinenkloster mitten in der Sinai-Wüste einen Stapel Pergamentblätter. Die Handschrift ist heute als »Codex Sinaiticus« weltberühmt. Die Bibelhandschrift stammt aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. und enthält das älteste jemals entdeckte, vollständige Neue Testament in griechischer Sprache. Alexander Schick hat jahrelang mit dem Originalnachlass Tischendorfs gearbeitet und wird in seiner Gastvorlesung über die spannenden Forschungsabenteuer des Leipziger Bibeljägers berichten und in die Bedeutung des Codex Sinaiticus für die neutestamentliche Textforschung in allgemeinverständlicher Weise einführen.


Warum feiern manche Tischendorf als einen der größten Bibelforscher aller Zeiten und warum beschuldigen ihn andere, ein Bibelverfälscher zu sein? Seit einigen Jahren tobt auch bei uns in manchen Gemeinden ein Streit um die rechte Urfassung des Neuen Testaments. Dabei geht es um den sog. »Textus Receptus«. In den USA als King-James-Only-Streit bekannt, gibt es den Streit in ähnlicher Weise auch bei uns und manifestiert sich u. a. in bekannten Bibelausgaben: Elbefelder versus Schlachter 2000.
 


Am Nachmittag steht das 500-Jahr-Jubiläum 1521/22 im Mittelpunkt. Vor 500 Jahren übersetzte Martin Luther das Neue Testament in die deutsche Sprache. Doch Luther war nicht der erste Übersetzer der Bibel in deutschen Landen. In seiner Gastvorlesung wird Alexander Schick die Zuhörer in die Reformationszeit mitnehmen unter dem Titel:

Gutenberg, Zwingli, Luther & Cowie die gedruckte deutsche Bibel zu uns kam

Ohne die Erfindung des Buchdrucks unter Gutenberg wäre die Reformation nicht möglich gewesen. Bereits ein Schüler Gutenbergs druckte 1466 eine komplette Bibel in deutscher Sprache, allerdings war dies eine Übersetzung aus der lateinischen Bibel. Die Veröffentlichung des Neuen Testaments von Erasmus von Rotterdam in der griechischen Ursprache war eine Sensation. Als Martin Luther auf die Wartburg „entführt“ wurde, hatte er die „Erasmusbibel“ bei sich und übersetzte in zwölf Wochen das Neue Testament ins Deutsche. Die Veröffentlichung seines „Newe Testament Deutsch“ sollte die Geschichte des Abendlandes nachhaltig verändern. Schick präsentiert nur wenig bekannte Hintergründe über diese epochale Ausgabe und ihre weltweiten Folgen. Als einer der wenigen durfte Alexander Schick in der Landesbibliothek Stuttgart die seltenen und überaus wertvollen Reformationsdrucke im Original einsehen und fotografieren, darunter eines der teuersten Bücher der Welt, die Gutenbergbibel.


Mit eindrücklichen Fotos wird Schick in seinen PowerPoint-Präsentationen die Forschungsabenteuer Tischendorfs und die Reformationszeit lebendig werden lassen.

 


Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. Wer gern einen Beitrag für die Arbeit des Martin Bucer Seminars geben möchte, danken wir herzlich dafür:

https://www.bucer.de/service/spenden.html