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Die Dietenberger Bibel 1630

sog. Dietenberger-Ulenberg-Bibel

Dietenberger Bibel von 1630

 

 

folgender Text etnommen aus Wikipedia

 

Unter den Päpsten Sixtus V. (1590) und Clemens VIII. (Bulle Cum sacrorum Bibliorum, 1592) entschloss sich die katholische Kirche, die lateinische Vulgata auf Basis der griechischen Septuaginta zu überarbeiten und damit ähnlich wie die protestantischen Übersetzungen auf den älteren griechischen Text zurückzugreifen. Diese Sixto-Clementina genannte Reform der Vulgata machte auch eine Revision der katholischen deutschsprachigen Bibel notwendig. Der Kölner Erzbischof Ferdinand von Bayern beauftragte deshalb den aus Lippstadt stammenden Theologen Caspar Ulenberg damit, die Übersetzung von Johann Dietenberger zu revidieren. Ulenberg begann seine Arbeit 1614 und beendete sie kurz vor seinem Tod 1617. Das Manuskript der Revision blieb jedoch durch den Dreißigjährigen Krieg zunächst unveröffentlicht. Erst 1630 wurde die überarbeitete Fassung bei Johan Kreps in Köln in einem mit Stichen verzierten Großfolioband gedruckt. Gleichzeitig erschien nur das Neue Testament beim selben Verleger in einer schlichteren Oktavformat-Ausgabe. Seit dieser Revision spricht man auch von der Dietenberger-Ulenberg-Bibel oder einfach Ulenberg-Bibel.

Die großformatige Kölner Folioausgabe von 1630 enthält beinahe identische Versionen der Kupferstiche des Schweizers Matthäus Merian des Älteren wie eine im selben Jahr in Straßburg gedruckte protestantische Bibel.

 

 

Katalogbeschreibung:

Zuerst 1630 und in der Folge häufig aufgelegte Bibelübersetzung des Theologen Caspar Ulenberg (1549-1617). - "Das verdienstvollste Werk von Ulenberg ist seine Bibelübersetzung. Er begann sie 1614 auf Befehl des damaligen Kurfürsten Ferdinand, Herzogs von Baiern, und vollendete sie kurz vor seinem Tode. Er vermachte das Manuscript seinem Nachfolger im Rectorat des Laurentianer Gymnasiums, Heinrich Francken Sierstorpf, und dieser gab es [...] zu Köln 1630 heraus. [...] Bis 1747 erschienen noch 11 Ausgaben in Köln, 11 zu Nürnberg, Bamberg, Frankfurt und Wien" (ADB)

 

 

Weitere Informationen dazu im Aufsatz von Dr. Zwink, dem ehemaligen Direktor der Bibelsammlung der Württembergische Landesbibliothek Stuttgart --> "Uhlenberg-Bibel"