Neues Testament von Hieronymus Emser 15395. Auflage aus Freiburg![]()
Das new Testamentso durch den hochgelerten Hieronymum Emser seligen verteutscht, vnder des durchleuchtigen, hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Georgen Hertzogen zu Sachssen etc. Regiment außgegangen ist
gedruckt in Freiburg/Breisgau, 1539durch Johannem Fabrum Juliacensem
Fünfte Ausgabe des Neuen Testaments von Hieronymus Emser von 1539.
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Besitzvermerk:
Pro Conventu Bolz. F. F. Min. Franciscanorum Es handelt sich also wohl um einen Band aus der Bibliothek des Franziskanerklosters in Bozen. (freundiche Auskunft von Anne-Katrin Ziesak, Leitung Museen Wittenberg)
Die Druckgeschichte von Emsers katholischer Übersetzung gliedert sich wie folgt:
Besitzende Bibliotheken · Bayerische Staatsbibliothek München · Universitätsbibliothek der LMU München · Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt · Freiburg/Breisgau, Universitätsbibliothek · Bretten, Bibliothek des Melanchthonhauses Bretten · Jena, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek · Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek · Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Auktion 26 Px0x
VD 16 E 1095. IA 160.219. - Nicht im STC und bei Adams
email v. 27.7.26
Ich hätte die Schrift als frühneuzeitlich, aber nicht mehr lutherzeitlich eingeordnet. Da in der Notiz sehr düster vom Zustand der Welt, Elend und Not die Rede ist, würde das 17. Jahrhundert (Dreißigjähriger Krieg) vielleicht passen. Dann hätte der Schreiber Luther eine Art Prophezeiung in den Mund gelegt. Die Sprache finde ich etwas seltsam, sehr altertümelnd. Auch die Betonung von "Deutschland" erscheint mir für das 17. Jahrhundert nicht überzeugend . Aber das sind alles vage Wahrnehmungen.
Ich habe auch die KI befragt und ihre Fotos hochgeladen. Die KI vermutet den Schreiber Mitte des 20. Jahrhunderts, und sieht Schrift und Sprache als künstlich barockisiert. Folgt man der KI, würde sich die angebliche Prophezeiung Luthers auf den 2. Weltkrieg beziehen und seine Voraussage aus dem Jahr 1545, in 400 Jahren würde die Welt untergehen, auf das Jahr 1945. Auch das ist ein interessanter Denkanstoß.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Überlegungen ein wenig weiterhelfen, auch wenn ich mehr Rätsel aufgeworfen als gelöst habe.
Mit freundlichen Grüßen Anne-Katrin Ziesak
Anne-Katrin Ziesak Leitung Museen Wittenberg |