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Das ZDF und Weihnachten ...

Dieser Film ist besser, als die Sendungen, die sonst das ZDF ausstrahlt. EIgentlich hätte es ein ganz guter Film über die Schriftrollen vom Toten Meer werden können ...

 

 

Der erste Teil mit Pnina Shor und Jo Uziel (gute Bekannte von mir) aus dem Labor des Israelmuseums zur Konservierung der Schriftrollen ist ordentlich gemacht und bringt tolle Luftaufnahmen von Qumran. Der Zuschauer wird u.a. mit in das Labor genommen, wo Besucher nie rein dürfen. Diese Filmaufnahmen sind also sehr gut und durch den Fotografen Shai Halevi aus dem Team erfährt der Zuschauen, wie er die alten Schriften wieder lesbar macht.

 

Verwundert hört man Prof. Michael Langlouis zu, der erzählt, "wir" haben dies und das gemacht. Weder war Langlouis bei den Entdeckungen im letzten Jahrhundert dabei, noch hat er im Team an der Erfoschung der Schriftrollen gearbeitet. Korrekt wäre es also zu sagen: Die beteiligten Forscher haben damals dies und das gemacht, entdeckt ... Der ZUschauer bkommt so alerdings den Eindruck, hier berichtet ein Augenzeuge.

 

Das letzte Drittel der Doku mit den minimalistischen Thesen von Prof. Israel Finkelstein und seinem Freund Prof. Thomas Römer - werden nicht besser, auch wenn diese in fast jeder TV-Sendung wiederholt werden- ist mehr als enttäuschend!

 

Eine Abfassung der biblischen Texte in so später Zeit, wie von Finkelstein und Römer propagiert, würde die Qumrantollen quasi zu Autographen machen. Eine unhaltbare These, die dem Wunsch der Bibelkritik entspringt.

 

Schade, denn eigentlich hätte dies ein richtig guter Film sein können …

 

Der Film in der Mediathek --> HIER

 

Zu den Qumranrollen und dem Tod des letzten Augenzeugen aus dem Schriftrollenteam --> HIER